Die SMX München 2013 – Mein Recap!

Es war mal wieder soweit – vom 09.-10. April 2013 fand wie jedes Jahr die SMX (Search Marketing Expo) in München statt.

Relativ kurzfristig habe ich dafür ein 2-Tages-Ticket von Peer Wandiger gewonnen – und so habe ich die Chance genutzt und habe 2 sehr spannende Tage auf der SMX in München verbracht.

Im Folgenden möchte ich euch meinen kurzen Recap zu der SEO-Konferenz SMX in München geben.

Viel Spaß beim Lesen!


 

Die SMX München 2013

 
Die SMX (Search Marketing Expo) findet jährlich in München statt und ist die führende Suchmaschinen-Konferenz im deutschsprachigen Raum. Wie jedes Jahr gab es auch dieses Jahr wieder im Rahmen der SMX vorab einen Workshop-Tag an dem mehrere 1-Tages-Work-Shops angeboten wurden.

Auf der SMX München werden sehr hochwertige Vorträge und Workshops gehalten von bekannten Spezialisten wie Danny Sullivan, Jake Hubert, Brad Geedes, Laura Lippay, Marcus Tandler, Karl Kratz, Jens Fauldrath, Prof. Dr. Mario Fischer und viele mehr.

Auf eine sehr ansprechende Art und Weise werden aktuelle Trends und Themen besprochen zu den Schwerpunkten SEO / SEA, AdWords, PPC, Social-Media, Mobile und ganz klar Content.

Kurz die wichtigsten Fakten zur SMX zusammengefasst:  3 Tage über 50 Sessions, mehr als 60 Referenten und 4 Workshops –  viele, viele Kontakte und eine unterhaltsame Konferenz-Party!

SMX München – Tag 1 und die Qual der Wahl

 
Wow. Nach dem ich mir das Programm der 2 Konferenz-Tage angeschaut hatte, musste ich mich erst Mal entscheiden, welche Sessions ich mir anschaue. Und die Entscheidung fiel mir wirklich schwer, weil fast jede Session sehr interessant klang. Aber da man als einzelne Person nur eine der  fünf zeitgleichen Sessions besuchen konnte – habe ich mich für die Themen entschieden, die derzeit für mich am interessantesten sind.

Keynote I – What’s new in Search?

 
Eröffnet wurde die SMX mit einer Keynote zum Thema  „What’s new in Search?“ mit Danny Sullivan von Search Engine Land und Jake Hubert von Google. Ich habe zu Beginn irgendwie etwas erwartet, was mich gleich vom Hocker reist – dies hat es dann aber doch nicht. Die beiden Herren haben sich in einem Gespräch über Google-Updates, Penalities und Authorship unterhalten. Danny Sullivan hat versucht immer ein paar mehr Infos von Jake  Hubert zu erhalten, dieser hielt sich mit hoch pressanten Infos aber eher zurück.

Session I – Willkommen im Google Zoo

 
Nach der eher ernüchternden Eröffnungs-Keynote ging es dann zum Thema Google Zoo weiter. Dabei wurden die wichtigsten Google Updates (Panda, Penguin & EMD) des letzten Jahres unter die Lupe genommen. Mit dabei war wieder Danny Sullivan – dieser hat den Google-Dance mit einem Motor verglichen. So meinte er dass der Motor letztlich immer noch der alte ist. Aber das mit der Zeit einfach gewisse Dinge ersetzt bzw. ausgetauscht werden müssen, wie z.B. Filter, das Öl, Kühlwasser etc. Die Google-Updates stellen dabei diese wichtigen Zugaben des Motors dar.

Google Dance wird das ganze genannt, da einfach die Suchergebnisse auf und ab gingen, bis der Motor letztlich wieder ruhig gelaufen ist. 😉
Ist eine Seite durch die Updates von den Ergebnissen verschwunden, muss diese natürlich an die neuen Begebenheiten angepasst werden und es muss erst mal ein neues Update drüber laufen um zu erkennen – aha diese Seite passt wieder zum Google-Motor.

Ich fand den Vergleich sehr treffend und auch Dannys Schlusssatz – Sei kein böses Schadstoff sondern sei das Benzin für den Motor – denn ohne das richtige Benzin läuft kein Motor!

In dieser Session kam auch Markus Tober von Searchmetrics zu Wort. Dieser ist natürlich auch auf die letzten Google-Updates eingegangen und zeigte an Hand von Beispiel-Seiten – wie diese Rankings verloren haben. Aber er zeigte auch auf wie einige davon, sich mit viel Mühe wieder erholt haben.  Dabei hat er klar gemacht, dass es nicht nur wichtig ist schlechte Links abzubauen, sondern genauso wichtig, oder noch viel wichtiger ist es gute Links bzw. noch bessere Links wieder aufzubauen. Und hier sollte man das Augenmerk nicht auf krasse Keyword-Links setzen – sondern z.B. seinen Brand verlinken.

Mit einigen anschaulichen Beispielen hat Markus Tober gezeigt, wie es einige bekannte Seiten geschafft haben sich nach den Updates soweit zu erholen – dass sie jetzt sogar besser dastanden als vorher. Es lohnt sich oftmals, den eigenen Brand zu pushen und weniger auf Keyword-Links etc. zu setzen.

Session II – Wikipedia Optimierung

 
Ein für mich super spannendes Thema war auch das von Malte Landwehr. Dieser hat in seiner Session zum Thema Wikipedia-Optimierung aufgezeigt, dass es nach wie vor möglich ist Links von Wikipedia zu erhalten. Jeder SEO weiß wie begehrt solche Links sind. 😉
Malte Landwehr hat an Hand einiger Beispiele aufgezeigt wie man vorgehen sollte und welche Möglichkeiten es dabei gibt, um einen Link von Wikipedia abzustauben.

Allerdings hat er auch klar gestellt, dass es dabei einiges zu beachten gibt, wie z.B. Content im Lexikonstil zu schreiben, strukturierte Daten zu liefern, immer genau und gewissenhaft die Themen zu recherchieren und auf Wikipedia ergänzen etc.
 

Keynote II – Vom Klick zur Action

 
Nach der Mittagspause ging es weiter mit einer Keynote von Julius van de Laar. Julius van de Laar ist ein Kampagnen- & Strategieberater, wie er sich selbst nennt. Er war bereits schon zweimal für Barack Obama tätig. Was Julius van de Laar im Rahmen des letzten Wahlkampfes für Barack Obama mit auf die Beine gestellt, hat er in einer wirklich beeindruckenden Präsentation veranschaulicht.

Ich kannte Julius und dessen Tätigkeit als Berater bis dahin noch nicht – und war von dem was ich da sah und hörte wirklich geflasht. Was Julius van de Laar da als Kampagnenmanager und Berater für Obama mit umgesetzt hat ist wirklich Wahnsinn! Es würde den Rahmen meines Artikels sprengen, wenn ich das jetzt hier mit meinen Worten wiedergeben wollte. Aber ich möchte kurz in ein paar Sätzen, die wichtigsten Punkte zusammenfassen.

Julius zeigte in seiner Keynote auf, wie bei den Präsidentschaftswahlen 2012 neue Medien einen enormen Einfluss auf den Verlauf des Wahlkampfes hatten. Er hat in seiner Präsentation dargestellt, wie die Obama-Kampagne durch das Sammeln und Auswerten von Daten aus unterschiedlichen Quellen (PayBack u.Ä., Wahl-Registrierungen, Soziale-Netzwerke etc.) ganz gezielt die Gruppe Wählern rausfiltern konnten, die für Obama wählen würden, es aber bisher nicht getan haben.

Das hatte den Vorteil, dass nun all diese potentiellen Wähler gezielt über den Straßen-Wahlkampf und Tür-zu-Tür-Atkionen angesprochen und zur Wahl motiviert wurden. Die vielen freiwilligen Helfer konnten dies relativ einfach mit Hilfe einer speziell dafür entwickelten Iphone-App durchführen, welche auf all die ausgewerteten Daten im Background Zugriff hatte.

Gleichzeit liefen natürlich auch gezielte Online-Kampagnen, eine komplett neu erstellte Website, ein eigens entwickeltes Obama-Netzwerk, dass sich mit Facebook connected und der Obama-Kampagne noch mehr Möglichkeiten geboten hat über die soziale Komponente nämlich den eigenen Freunden, potentielle Wähler zu  aktivieren etc.

All diese Methoden wären für deutsche Datenschützer ein gefundenes Fressen und bei uns „offiziell“ undenkbar. Aber für mich war es wahnsinnig interessant zu sehen, welche Möglichkeiten moderne Technik / Medien heute schon bieten. Und das auch solche Techniken bereits im großen Stil umgesetzt werden.

Für all diejenigen die sich für mehr Background-Infos zu der Obama-Kampagne interessieren, schaut mal auf der Website von Julius van de Laar vorbei. Dort sind schon einige interessante Infos & Video-Clips dazu. Wirklich sehr interessant! 😉
 

Session III – AuthorRank / Authorship

 
Nach der wirklich faszinierenden Keynote ging es dann weiter zum Thema Authorship – ein Thema das auch zu den Hauptthemen der diesjährigen SMX gehörte. Angefangen hat die Session Jake Hubert von Google. Dieser hat in Kürze nochmal erklärt, welche Möglichkeiten es gibt das eigene Google+Profil mit der jeweiligen Website zu verknüpfen. So wirklich neues seitens Google hat Jake Hubert dann nicht rausgelassen, allerdings kann man wohl davon ausgehen dass Authorship noch kein Rankingfaktor ist. Klar ist auf jeden Social-Signals werden Links nicht ersetzen und im Vordergrund steht sowieso guter Content.

Das konnte auch Marcus Tandler von Tandler.Doerje.Partner so bestätigen. Wer Marcus kennt, weiß dass dieser auch ein noch so trockenes Thema unterhaltsam rüber bringen kann. Und so hat er auch diesmal wieder geschafft. In 25 Minuten mit 285 Slides hat er das Thema Authorship behandelt und unterhaltsam erklärt. Angefangen mit der Geschichte des AuthorRanks hin zum Nutzen. Verfolgt wird damit laut Marcus mehr und mehr Freshness in den Google-Suchergebnissen. Außerdem ist der AuthorRank eine super Möglichkeit sich als Experte auf einem jeweiligen Themengebiet zu platzieren.
Übrigens wer zukünftig auch Kennzahlen zum AuthorRank möchte sollte sich mal das neue Tool von onpage.org anschauen – author-rank.org.

Also kümmert euch um euren AuthorRank – das ist bereits ein Thema und wird zukünftig noch viel relevanter!
 

Webmasters on the Roof – All-Stars Panel

 
Den ersten Tag der SMX München wurde dann mit Websmasters on the Roof All-Stars Panel abgeschlossen. Dabei war Wil Reynolds, Richard Baxter, Fili Wiese, Martin MacDonald und Danny Sullivan. Moderiert wurde die Runde wie immer von Marcus Tandler.

Dabei wurde in dieser lockeren Runde über die vergangenen Google-Updates gesprochen, wie Panda, Penguin, EMD etc. Darüber was sich verändert seit den letzten Updates und worauf wir uns als SEOs zukünftig einstellen sollten. Ein unterhaltsame Session die den ersten Tag der SMX auf eine lockere Art und Weise abgeschlossen hat.

Die Session der Webmasters on the Roof Allstars-Panel wurde übrigens live auf Youtube übertragen und kann dort (mit unscharfem Bild)  auch noch angesehen, oder aber über seofm.com angehört werden!
 
So, das war der erste Tag der SMX 2013 in München. Der zweite Tag folgt in einem weiteren Artikel!
 
>> Wie habt ihr die SMX erlebet und welche Sessions habt ihr besucht!? Ich freue mich auf eure Kommentare!
 

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