Hausbau 660x330 - Hausbau – eine nicht leicht zu meisternde Aufgabe

Hausbau – eine nicht leicht zu meisternde Aufgabe

Der Traum vom eigenen Haus. Sei es, dass mehr Platz für die Familie benötigt wird oder man mit dem Wohneigentum die Altersvorsorge sichern will. Aber auch wenn es darum geht, Geld krisenfest zu investieren oder einfach die individuellen Ideen umzusetzen. Die Gründe für einen Hausbau sind vielfältig. Beim Hausbau hat der Bauherr alles in seiner eigenen Hand: Von der Planung bis hin zur Umsetzung.  Doch auf der anderen Seite gilt es Entscheidungen zu treffen, wie bspw. ob in Eigenleistung oder mit einem Bauträger.

Die Pflichten der Bauträger – Unternehmen müssen sich hinreichend verpflichten

Beim Hausbau sind Bauträger ein unverzichtbarer Partner für Bauherren, denn sie sind sozusagen sein Vertreter vor Ort auf der Baustelle. Vom Bauträger wird dafür gesorgt, dass alle vertraglich vereinbarten Bauleistungen in der angegebenen Zeit erbracht werden. Während der ersten Phase ist der Bauträger sogar der Eigentümer des zu bebauenden Grundstücks.

Ein sogenannter Bauträgervertrag regelt, welche Pflichten der Bauträger hat. Alle zu erbringenden Leistungen werden darin berücksichtigt. Der Bauträger geht die Verpflichtung ein, dafür zu sorgen, dass die gemachten Zusagen eingehalten werden und in makelloser Qualität abgeliefert werden. Ist das nicht der Fall, hat der Bauherr das Recht, um Abstellung der Mängel zu bitten. Das bedeutet, dass der Auftragnehmer in der Pflicht der Nacherfüllung steht sowie Schadenersatz zu leisten oder Zahlungskürzungen hinzunehmen.

Ein Bauträger sollte sich vertraglich dazu verpflichten, dass von ihm die Kosten für die Grundstückserschließung, Medien- und Hausversorgungsanschlüsse, die Erschließung durch Straßen die Wasserversorgung und Abwasserabfuhr ebenso übernimmt wie die Straßenbeleuchtung.

Da während der Bauphase der Bauträger als Vertreter des Bauherrn auf der Baustelle agiert, muss er dafür sorgen, dass alles auf dem Grundstück ordentlich und sicher zugeht. Zudem kann der Bauträger selbst nach der Schlüsselübergabe noch in die Pflicht genommen werden, etwa bei Punkten wie der Gewährleistung und Garantie.

Das Traumhaus in Eigenregie – Bauen auf eigene Faust

Wer ein Haus baut, der kann mitunter viel Geld sparen, vor allem dann wenn Eigenleistungen erbracht werden. Doch bevor man sich dazu entscheidet, ein Haus in Eigenregie zu bauen oder einen Bauträger zu verpflichten, sollten verschiedene Faktoren abgewogen werden.

Das beginnt beim Zeitfaktor. Bereits die Planung kostet nicht nur Zeit, sondern auch Nerven, wenn es darum geht, den richtigen Partner bei der Umsetzung seines Projektes zu finden. Wer noch nie ein Haus gebaut hat, der wird bereits bei der Frage, welche Behörden aufzusuchen sind und welche Genehmigungen notwendig sind, verzweifeln.

Nur schwer lässt sich ein Haus in Eigenregie nach Feierabend oder über ein Wochenende bauen. Die meisten Bauträger sind über Tag aktiv und zudem muss die Überwachung fachkundig erfolgen und ist nichts für den Hobby-Handwerker. Zudem muss bei der Frage nach der Erbringung von Eigenleistung berücksichtigt werden, dass es einige Gewerke gibt, die nahtlos ineinander übergehen müssen, damit das Haus letztendlich planmäßig fertiggestellt wird. Schnell können die Planungen durch Unwägbarkeiten wie Krankheit oder zusätzliche Arbeit im Job zu Nichte gemacht werden.

Die Bauträger hingegen bieten die meisten Leistungen aus einer Hand an. Dabei ist wichtig, dass der Bauherr nur einen Ansprechpartner hat. Daher ist beim Vertragsabschluss Vorsicht geboten, denn Versprechungen mit denen geworben wird, müssen nicht zwingend im kleingedruckten auftauchen. Der Bauträger ist auch in der Gewährleistungspflicht. Stressfrei übernimmt der Bauträger die Vergabe der verschiedenen Gewerke stressfrei und er kann in die Pflicht genommen werden, wenn es um die Frage der pünktlichen Fertigstellung geht.

Hilfe im Notfall – der Bauherr hat zahlreiche Interessenvertretungen

Nicht immer muss es zu einem Streit zwischen dem Bauherrn und Bauträger kommen, der es nötig macht, fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen. Allerdings ist oft bereits vor dem Hausbau, also bei der Planung, externe Beratung notwendig. Vor Anfang an, stehen der Bauherren-Schutzbund (BSB) sowie die Verbraucherzentrale Rat suchenden zur Seite.

In der Regel erhalten angehende Bauherren bei der Verbraucherzentrale eine Bau- und Baufinanzierungsberatung. In dieser geht es darum, den angehenden Häuslebauer bereits vor Baubeginn aktiv zu beraten und ihm verschiedene Finanzierungsvarianten und Förderprogramme darzustellen. Eine umfangreiche Bauberatung ergänzt das Angebot der Verbraucherzentralen. In dieser sind enthalten, Fragen zum Bauvertrag, der Ermittlung der Bausubstanz, zum Innenausbau sowie zur Schimmelbildung in Wohnräumen. Bei der Verbraucherzentrale handelt es sich um einen zuverlässigen Partner, wenn es zum Streit kommen sollte.

Der Bauherren-Schutzbund ist ebenfalls als Streitschlichter und in der Interessenvertretung der Bauherren tätig. Wer bereits vor der Unterzeichnung des Vertrages Mitglied beim BSB wird, dem stehen umfangreiche Serviceleistungen zur Verfügung. Angeboten werden diese von unabhängigen Bauherrenberatern. Diese beraten die Mitglieder des BSB zu Sonderkonditionen. Der BSB verspricht das breiteste Spektrum der Verbraucherberatung im Bau- und Immobilienbereich. Sollte es zum Konfliktfall kommen, dann stehen Vertrauensanwälte zur Verfügung, die juristische sowie praktische Unterstützung bieten.

Darüber hinaus verspricht der Bauherren-Schutzbund einen Angebots- und Firmencheck mit Wirtschaftsauskunft. Ebenfalls wird ein Immobilien- und Modernisierungs-Check angeboten sowie ein Instandhaltungs-Check. Des Weiteren enthält das Serviceangebot Beratung beim Grundstückserwerb, Rechtsberatung, Energieberatung, eine baubegleitende Qualitätskontrolle sowie eine Beratung zu Eigenleistungen und einen Service-Check an. Gutachten und Beweissicherung ergänzen das Leistungsportfolio des Bauherren-Schutzbundes.

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