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Übersetzen heißt den „Sinn treffen“

Dolmetscher, sie übersetzen für Topmanager oder Staatschefs. Aber auch bei Meetings internationaler Unternehmen sind sie im Einsatz. Kurz gesagt, Dolmetscher dürfen keine Angst „vor großen Tieren“ haben. Neben einem sicheren Auftritt benötigt ein Dolmetscher Körperbeherrschung, denn während einer wichtigen Konferenz kurz aufs „Stille Örtchen“ zu gehen, das ist oft nicht möglich.

Reden, Gespräche, Vorträge in andere Sprachen übersetzen…

…und das nicht auf dem Papier, sondern sofort, spontan und idealerweise mit einer sicheren Stimme. Ein Dolmetscher kommt beispielsweise bei Staatsbesuchen zum Einsatz, aber auch bei Gerichtsverhandlungen und anderen Anlässen. Für das Fernsehen leihen sie Politikern und Prominenten ihre Stimme und kommen bei internationalen Konferenzen zum Einsatz. Allerdings handelt es sich beim Dolmetscher nicht um eine geschützte Berufsbezeichnung und aus diesem Grund gibt es viele Quereinsteiger und Autodidakten. In einigen Bundesländern ist eine Ausbildung an den Berufsfachschulen oder -Akademien möglich. Die Vizepräsidentin des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) Norma Keßler erklärt, dass „klassischerweise ein akademischen Abschluss“ notwendig ist.

Dieser baut auf einem Bachelor auf, wie zum Beispiel in internationaler Fachkommunikation. Von mehreren Hochschulen werden Masterstudiengänge zum Konferenzdolmetscher angeboten. Der Dolmetscher überträgt anders als ein Übersetzer nicht das geschriebene, sondern das gesprochene Wort.

Dolmetscher – stets einen klaren Kopf behalten

Erst spricht der Redner, dann der Dolmetscher, simultan oder konsekutiv oder er flüstert hinter einer Person. Ein Dolmetscher muss stets einen klaren Kopf behalten und einmal schnell im Wörterbuch nachschlagen, das geht während einer Konferenz oder eines Vortrags nicht.

Als Fremdsprache ist Englisch stets gefragt. Jedoch können die angehenden Fachkräfte an den Hochschulen viele weitere Sprachen lernen, wie zum Beispiel Französisch, Russisch, Spanisch oder immer mehr Chinesisch. Allerdings handelt es sich beim „eine Sprache lernen“ nur um den ersten Schritt. Isabel Schwagereit vom Fachverband der Berufsübersetzer und Berufsdolmetscher erklärt, dass eine Zweisprachigkeit noch lange nicht zum Dolmetscher befähigt.

Es gibt beispielsweise immer wieder Feinheiten, Dinge, Provokationen oder Anspielungen, die hier anders sind, als dort. Diese schwingen in den Zeilen mit und entweder verschluckt oder missverstanden werden können. Schwagereit erklärt, dass vor allem vor Gericht die Dolmetscher eine große Verantwortung haben. Das ist besonders dann der Fall, wenn der Angeklagte aus einem anderen Justizsystem stammt und ihm damit die deutschen Begriffe nicht geläufig sind.

Des Weiteren ist es für einen Dolmetscher wichtig, dass er geistig wendig ist. Dolmetschen bedeutet auf Multitask-Fähig zu sein und das auf höchsten Niveau. Dazu ist das Dolmetschen auch körperlich anstrengend. Ein jeder der in diesem Beruf gut sein möchte, der benötigt außerdem eine gute Allgemeinbildung, ein sicheres Auftreten und ein exzellentes Gedächtnis.

Anders die Ausbildung zum Übersetzer

In der Regel muss jeder der sich für die Ausbildung zum Übersetzer interessiert über einen mittleren Bildungsabschluss verfügen. Dabei handelt es sich um die Hochschulreife oder die Fachhochschulreife. Ebenfalls ist es möglich, an der Schule mit einem Nachweis der bestandenen Fremdsprachenkorrespondentenprüfung aufgenommen zu werden.

Es kann durchaus sein, dass es notwendig ist, Fremdsprachenkenntnisse vorzuweisen. Das kann entweder durch ein Zeugnis der sprachlichen Ausbildung erfolgen oder es wird eine Eignungsprüfung verlangt. Der Übersetzer arbeitet wie der Dolmetscher im Hintergrund und hat ebenfalls einen spannenden und abwechslungsreichen Beruf. Als Übersetzer müssen die passenden Worte für den Text gefunden werden, der morgen beispielsweise im Internet erscheint oder für den Vertrag, der in der kommenden Woche unterschrieben werden soll.

Die Ausbildung zum Übersetzer dauert drei Jahre bei einem Studium. An einer Berufsfachschule beträgt die Ausbildungszeit zwei bis drei Jahre. In der Regel ist der Studienbeginn zum Wintersemester möglich. Die Grundsprache der Ausbildung ist grundsätzlich Deutsch.

Es gibt nur wenige Festanstellungen

Für Dolmetscher gibt es nur wenige Festanstellungen bei der Europäischen Union, bei den internationalen Behörden und Ministerien. Die meisten der Dolmetscher arbeiten, ebenso wie die Übersetzer auf dem freien Markt. Der Einstieg in den Beruf und das Arbeitsleben ist nicht immer einfach. Norma Keßler rät, sich auf einzelne Gebiete zu spezialisieren und zudem unternehmerischen Spürsinn mitzubringen. Es geht auch in der Welt der Übersetzungen nichts ohne Verkaufen. Wer sich als Dolmetscher oder Übersetzer auf dem Markt einmal durchgesetzt hat, der profitiert von einer guten Bezahlung. Bei einem Konferenzdolmetscher beispielsweise liegt der Tagessatz zwischen 750 und 1000 Euro.

Auch wenn der Stress hoch ist, die meisten der Dolmetscher und Übersetzer lieben ihren Beruf. Das beste ist wohl daran, dass es niemals langweilig wird, denn man trifft auf die unterschiedlichsten Menschen und lernt immer wieder etwas Neues. Als Dolmetscher kann man die Kommunikation von zwei Seiten ermöglichen, die sich sonst nicht verstanden hätten. Als Übersetzer macht man möglich, dass das geschriebene Wort eines anderen von anderen verstanden wird.

Die Ausbildung ist hart

Ein jeder der glaubt, dass es einfach ist, als Übersetzer oder Dolmetscher zu arbeiten, der irrt. Die Ausbildung ist hart und sie erfordert Durchhaltevermögen. Das ist nicht verwunderlich, denn die Arbeit des Übersetzers und des Dolmetschers ist verantwortungsvoll und bereits der kleinste Fehler kann arge Konsequenzen mit sich ziehen. So kann eine falsche Übersetzung zu einem Missverständnis führen und noch schlimmer ist es, wenn die Parteien sich ohne Vertragsabschluss trennen. Eben aus diesem Grund muss der Übersetzer ebenso wie der Dolmetscher auf einem Fachgebiet ausgebildet sein.

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