Rasen maehen 660x330 - Wie die Profis einen Rasen anlegen

Wie die Profis einen Rasen anlegen

Oft erfolgt auf die Euphorie, dass die Aussaat des Rasens erfolgt ist, die Ernüchterung. Der Rasen ist ungleichmäßig gewachsen! Doch wer sich an die Tipps und Tricks der Profis hält, der kann eigentlich nichts mehr falsch machen.

Für gängige und Erfolg versprechende Vorgehensweise

Dass der Rasen nach der Aufbereitung des Unterbodens – dem sogenannten Planum – unregelmäßig wächst und somit nicht dicht wird, ist sehr wahrscheinlich. Höchstwahrscheinlich ist in einem solchen Fall, dass sich der rasen an einigen Stellen etwas gesenkt hat und an anderen Fleckchen der Rasenfläche konnten sich findige Unkräuter ansiedeln – hier muss bedacht werden, dass die Natur schneller ist, als man denkt. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, die zukünftige Kulturfläche vor der Aussaat mit einem Rechen und einer Rasenwalze zu bearbeiten.

Wichtig: Diese Arbeiten sollten ausschließlich nur durchgeführt werden, wenn der Boden trocken ist.

Sobald die Arbeiten abgeschlossen sind, wird es ernst, denn dann darf der Rasen ausgesät werden. Damit die Aussaat gleichmäßig erfolgt ist es ratsam, diese bei windstillen und trockenen Wetter durchzuführen.

Rasen richtig säen – dann wächst er perfekt

Es gibt einige Varianten um den Rasen auszusäen, aber auch der richtige Zeitpunkt zum Rasen säen ist wichtig. Generell kann dies von April bis Oktober durchgeführt werden. Ideal sind der Frühherbst und das Frühjahr, wenn der Boden die richtige Temperatur hat. Die meisten Gräser benötigen eine minimale Bodentemperatur von 8 Grad Celsius, wobei 14 bis 25 Grund optimal sind. Zudem ist eine ausreichende Feuchtigkeit notwendig. Am ehesten sind diese Bedingungen im Spätsommer bzw. im Frühherbst gegeben und daher eignet sich diese Jahreszeit am besten für die Aussaat. Zudem gilt es darauf zu achten, dass es nicht zu spät im Herbst wird, denn ansonsten kann es zu einer unvollständigen oder ungleichmäßigen Saat kommen.

Auch das Frühjahr ist neben dem Herbst für die Aussaat von Rasen geeignet. Die Bodentemperaturen sind am Mitte April bis Anfang Mai optimal – nur auf eine ausreichende Feuchtigkeit muss geachtet werden. Im frühen Juni können die starken Hitzeperioden dem jungen Rasen leicht Schaden zufügen.

Kurzer Überblick:

  • Entweder kann Rasen im Herbst (September) oder im Frühjahr (Mitte April bis Anfang Mai) ausgesät werden.
  • Bei der Keimung sollten die Bodentemperaturen mindestens 8 bis 12 Grad Celsius betragen.
  • Der Boden sollte bei der Aussaat trocken sein und im Anschluss gewässert werden.
  • Zudem sollte der pH-Wert des Bodes mithilfe eines Boden-pH-Tests bestimmt werden. Die meisten der Gräser ziehen einen Wert von 5,5 bis 7 vor.

Den Rasensamen ausbringen: Handsaat oder doch mit dem Streuwagen?

Bei der Rasenaussaat sollte das Wetter nicht heiß sein, außerdem ist es vorteilhaft, wenn leichte Niederschläge angemeldet sind – alternativ kann ein Rasensprenger eingesetzt werden. Wird der Rasen organisch gedüngt, dann sollten vor der Saat bspw. 100 Gramm pro Quadratmeter eines Rasendüngers verteilt werden. Die richtige Saatdichte ist bei der anschließenden Saat von grosser Bedeutung.

Sofern nicht die optimale Saatgutmenge ausgebracht wird, kann es langfristig zu einem ungleichmäßigen Rasenbild kommen.

Die Handaussaat

Sicherlich ist diese Variante sehr „naturverbunden“ und mutet „ehrlich“ an. Aber wer seinen Rasen mit der Hand aussät der benötigt viel Fingerspitzengefühl und zudem etwas Erfahrung. Es ist nicht jedermanns Sache, mit gleichmäßig schwingenden Handbewegungen das Saatgut auf der Fläche zu verteilen. Daher ist es empfehlenswert, auf einer abgegrenzten Fläche von 1 x 1 Meter eine Testaussaat vorzunehmen. Wer den Dreh raus hat, der kann dann auf der restlichen Fläche loslegen. Unter Umständen ist es empfehlenswert bei einer großflächigen Aufgabe, die Fläche in kleine Parzellen zu unterteilen und das Saatgut entsprechend zu portionieren.

Der Streuwagen (Maschinenaussaat)

Sich die Vorzüge der modernen Gartentechnik zu bedienen ist keine Schande, vor allem bei einer solch heiklen Angelegenheit wie der Rasensaat. Streuwagen können bereits für kleines Geld im Fachhandel oder im Baumarkt stundenweise ausgeliehen werden. Es ist üblich bei der Aussaat mit einem Streuwagen, kreuzweise Bahnen zu legen. Durch diese Vorgehensweise wird das Saatgut gleichmäßiger verteilt und Fehlstellen werden vermieden. Das Vorkrümeln, das Ansäen und das Vorwalzen übernimmt die Saatmaschine im Übrigen in einem Arbeitsgang und arbeitet dabei vollkommen gleichmäßig. Dabei handelt es sich um eine großartige Alternative, die Zeit und Nerven spart.

Das Walzen und Wässern

Am liebsten keimen Grassamen wenn sie einen Zentimeter im Boden liegen. Sie sollten keinesfalls tiefer ausharren, da ihnen dann das notwendige Licht fehlt. Genau hier kommt der Rechen erneut ins Spiel, denn mit ihm können die noch sichtbaren Grassamen in den Boden eingearbeitet werden. Im Anschluss wird der frisch ausgesäte Rasen noch abgewalzt und bewässert.

Die Faustregel für die Bewässerung

  • 1 bis 2 mal täglich mit ca. 5 Liter pro Quadratmeter bei trockenem Wetter wässern (2 Wochen lang)
  • Im Anschluss 2 bis 3 Mal pro Woche mit 10 bis 20 Liter pro Quadratmeter wässern.
  • Das Beste ist es, den Rasen am frühen Morgen oder in den späten Abendstunden zu wässern.
  • Die Bewässerung sollte regelmäßig erfolgen – zeitlich wie mengenmäßig.

Sollte es vorkommen, dass sich Lücken im frisch ausgesäten Rasen zeigen, dann ist es notwendig, spätestens zwei Wochen nach der ersten Aussaat nachzusäen.

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